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Neuer Schützenchef sucht neue Mannschaft
Wilfried Mundt fehlen Vizevorsitzender, EDV-Referentin, Schießsport- und Ausbildungsleiter
Springe (hrt). Was nun, Herr Mundt? Wilfried Mundt, der neue Vorsitzende des Kreisschützenverbands Deister Süntel- Calenberg, hat sich zwar in einer Kampfabstimmung gegen seinen Konkurrenten Andreas Vogel durchgesetzt, aber ein vollständiges Vorstandsteam bekam er nicht zusammen. Jetzt soll ein außerordentlicher Kreisschützentag das Problem lösen.
 "Ich habe schon das eine oder andere Gespräch geführt", sagte Mundt gestern auf NDZ-Nachfrage. Eine konkrete Zusage habe er, einen Tag nachdem er als Überraschungskandidat den Favoriten des Vorstands schlug, noch nicht erhalten. "Aber ich bin sicher, dass wir die Posten besetzt bekommen."
Als sich eine 72:51-Mehrheit für Mundt ausgesprochen hatte, war als erstes Vizevorsitzender Albert Rintelmann zurückgetreten. Die Position konnte nicht neu besetzt werden. Ebenfalls kein Nachfolger fand sich für den zweiten Schriftführer Gerd Gehlen, die EDV-Referentin Erika Fricke, den Kreisschießsportleiter Reinhard Fricke und den Ausbildungsleiter Manfred Pabst.
Es sei wegen der Ostertage ein "unglücklicher Zeitpunkt", um Gespräche zu führen, sagt Mundt. Er will jedoch für Anfang April zu einer Kreisvorstandssitzung und kurz danach zu einer erweiterten Vorstandssitzung einladen. Dann könne es bereits im Mai den außerordentlichen Kreisschützentag geben
Dass Mundt dazu ausgerechnet das Schützenhaus in Bakede ins Auge gefasst hat, sorgte auf der Schützenversammlung am Sonntag in Völksen für einiges Kopfschütteln. Der Raum sei viel zu klein und fasse höchstens 50 Besucher, heißt es. Doch Mundt geht davon aus, dass der Schießstand mit genutzt werden kann, damit sei Raum genug für die rund 120 Delegierten vorhanden. "Man braucht da ja auch nur zu sitzen - und nicht zu tanzen", betonte er. Im Übrigen sei es nur eine Versammlung ohne Musikkapelle und Fahneneinmarsch.
Für Irritationen hatte auch Mundts Bemerkung gesorgt, dass vielleicht ja noch der eine oder andere weitere Schützenverein aus Schaumburg zum Springer Schützenverband stoßen würde. Doch Mundt wehrt energisch ab: Es sei nur als scherzhafte Bemerkung gemeint gewesen, da ja erst vor kurzem die Schützen aus Hattendorf zum Verband Deister-Süntel-Calenberg gestoßen seien. "Das war einfach bloß eine nette Geschichte - aber ich werde in Schaumburg keine Vereine abwerben", betont er.
Er selbst sei zwar ein Schaumburger, aber "ich bin ein absoluter Verfechter dieses Kreisverbands. Und ich bin davon überzeugt, dass die Schützenvereine nicht jede politische Reform mitmachen müssen." Der Schwerpunkt des Verbandes werde sich sicher nicht in Richtung Schaumburg verlagern.
© Neue Deister-Zeitung, 11.03.2008
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